Freigaben für Motorradreifen

Bei fast alle Motorräder ist zusätzlich zur Reifengröße auch ein Reifenmodell eines bestimmten Produzenten in den Fahrzeugpapieren eingetragen, welches zunächst bindend ist. Diese Fabrikatsbindung ist in Deutschland weiterhin gültig und zulässig. Oft sind aber Alternativen oder neuere Motorradreifen von anderen Produzenten erhältlich, welche den Wünschen sowie Bedürfnissen der Biker eher genügen, als die in den Fahrzeugpapieren angegebene Originalbereifung.

Motorradreifen- sowie Motorradhersteller prüfen jedes Jahr jede Menge Motorradreifen. Es werden Motorräder mit jeder erdenklichen Reifenkombination in verschiedenste Fahrsituationen sowie Grenzbereiche gebracht. Ist dieses Prüfprogramm zur vollsten Zufriedenheit absolviert, erteilen die Motorradreifen- sowie Motorradhersteller Freigaben in Form von Unbedenklichkeits- oder Herstellerbescheinigungen, da Motorradreifen für deren Herstellung seit dem 01. 01. 1998 einer Bauartengenehmigungspflicht unterliegen. Aus diesen Unbedenklichkeits- oder Herstellerbescheinigungen geht hervor, dass bei einer ordnungsgemäßen Benutzung der Motorradreifen andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet werden, d. h. die Maschine ist bezüglich der Reifenumrüstung in einem vorschriftsmäßigen Zustand.

Die Betriebserlaubnis erlischt somit nicht und daher darf es zu keiner Beanstandung bei Verkehrskontrollen kommen. Ist ein Reifenmodell für bestimmte Motorräder freigegeben, so kann dieses ohne Bedenken gefahren werden, wenn die Bezeichnungen der Reifengröße mit den Eintragungen im Fahrzeugschein identisch sind. Diese Motorradreifen sind von einer Anbauabnahme befreit und nicht eintragungspflichtig! Sie sollten dennoch die Freigabebescheinigung immer mit sich führen.

Freigaben für Motorräder bekommen Sie bei den Motorradreifenherstellern. Eine Übersicht, der Freigabeseiten für Motorradreifen unserer Produzenten, finden Sie auf dieser Seite.